HELIOZ GmbH

Preisträger Kategorie B
„Innovation für Entwicklung“

Das Preisträgerunternehmen

Die HELIOZ GmbH ist ein Social Enterprise im Bereich der Wasserdesinfektion mit Sitz in Österreich. HELIOZ verfolgt das Ziel, Menschen in Entwicklungs- und Schwellenländern Zugang zu sauberem Trinkwasser zu ermöglichen. Durch seine innovative Lösung zur Wasserdesinfektion, dem selbst entwickelten UV-Messgerät WADI, versorgt HELIOZ zahlreiche Familien in Indien, Afrika und Südostasien mit sicher aufbereitetem Trinkwasser und schafft damit einen hohen sozialen, wirtschaftlichen und ökologischen Nutzen. Die Projekte des Unternehmens werden in Zusammenarbeit mit lokalen Partnern umgesetzt. Um die Ausbreitung des SARS-CoV-2-Virus einzudämmen, hat HELIOZ seine Hygiene- und Sanitärmaßnahmen verstärkt und seine lokalen Partnerorganisationen mit Schutzausrüstungen zur Weiterverteilung versorgt.

Das Projekt

HELIOZ hat sich zum Ziel gesetzt, den Zugang zu sauberem Wasser für benachteiligte Gemeinden und damit deren Lebensgrundlage zu verbessern. Durch einen systematischen Ansatz sensibilisiert das Unternehmen im Umgang mit sauberem Wasser und den damit verbundenen positiven Einfluss auf die Umwelt und für die Beachtung von Hygienemaßnahmen. Das solarbetriebene UV-Messgerät WADI wurde speziell für die Wasseraufbereitung auf Haushaltsebene entwickelt. Die Weltgesundheitsorganisation (WHO) hat das Verfahren getestet und als wirksame Methode eingestuft. Das Gerät wird neben einer Glas- oder PET-Flasche platziert, die mit kontaminiertem Wasser befüllt und der Sonne ausgesetzt ist. Sobald das Wasser durch Wirkung der Sonneneinstrahlung Trinkwasserqualität erreicht hat, zeigt das Gerät dies durch einen Smiley als leicht erkennbares Signal an. Um die Akzeptanz der WADI-Geräte zu verbessern, ist eine Informations- und Sensibilisierungskampagne geplant.

Besonderheit des Unternehmens und Wirkungen des Projekts

HELIOZ setzt mit seinem solarbetriebenen Messgerät direkt bei den Betroffenen an: Das Gerät soll 50.000 Haushalten in ländlichen Gebieten Indiens eine kostengünstige und ökologische Methode der Wasseraufbereitung bieten. Als sichere Alternative zum Abkochen des Wassers, der bisher häufigsten angewandten Methode, um kontaminiertes Wasser trinkbar zu machen, ermöglicht der Einsatz von WADI den Verzicht auf offene Feuerstellen. Das senkt damit einhergehende Verletzungs- und Gesundheitsgefahren wie beispielsweise Atemwegserkrankungen. Zudem kann Feuerholz eingespart werden, pro Jahr bedeutet das eine Reduzierung um etwa 100.000 Tonnen CO2, bezogen auf 50.000 Haushalte in acht indischen Bundesstaaten. Auch unter sozialen Aspekten erzeugt das Projekt Wirkung: Die Beschaffung und die Desinfektion von Wasser liegen häufig in der Verantwortung von (jungen) Frauen, die der Einsatz von WADI hierbei entlastet. Sauberes Wasser beugt darüber hinaus Krankheiten vor, die durch verunreinigtes Wasser übertragen werden, und leistet einen Beitrag zur Reduzierung der Kindersterblichkeit.

Verwendung des Preisgeldes

Das Preisgeld fließt in eine umfangreiche Informations- und Sensibilisierungskampagne. Sie soll die Akzeptanz für die Anwendung des WADI-Gerätes verbessern. Die Maßnahmen finden in ausgewählten ländlichen Gemeinden in Indien statt und beinhalten auch Sanitär- und Hygieneschulungen nach der anerkannten WASH-Methode und lokal angepasste Informationsmaterialien. Die Wirkungsmessung sowie die offizielle Validierung und Überprüfung der Reduktion der CO2-Emissionen erfolgt mittels einer App.

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Die Beschaffung von sauberem Trinkwasser wird durch WADI vereinfacht: Statt kontaminiertes Wasser abzukochen, wird es in PET-Flaschen gefüllt und mit dem WADI UV-Messgerät in die Sonne gelegt. Das Gerät zeigt an, sobald der Vorgang der Wasserdesinfektion durch UV-Strahlung abgeschlossen ist.

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Das UV-Messgerät WADI von HELIOZ zeigt einen lachenden Smiley an, sobald das kontaminierte Wasser durch Sonneneinstrahlung desinfiziert wurde.